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Nichtrauchen schützt Babys

Plötzlicher Säuglingstod auch von regionaler Raucherquote abhängig: In NRW, Berlin, MV und Bremen mit hoher Raucherquote sind 2005 doppelt soviele Kinder am plötzlichen Säuglingstod gestorben wie in Sachsen, BW und Bayern mit den geringsten Raucherquoten.

Dresden, 26.11.2007. Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern weisen im bundesweiten Vergleich die niedrigste Säuglingssterblichkeit auf. Diese drei Länder liegen auch bzgl. des Bevölkerungsanteils der Raucher an vorderer Stelle, d.h. in Sachsen, BW und Bayern wird am wenigsten geraucht, während in Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und NRW die meisten Raucher zu finden sind (1). Parallel dazu gibt es in den Bundesländern mit den meisten Rauchern auch doppelt soviele plötzliche Säuglingstodesfälle (SID = sudden infant death) wie in den Bundesländern mit den meisten Nichtrauchern. Dies scheint kein Zufall zu sein, denn auch in aktuellen Studien zeigt sich, dass Zigarettenrauch während der Schwangerschaft das SID-Risiko 1,9fach erhöht (2). In Deutschland rauchen 28% der Frauen und 37% der Männer (3), 57% der 12-17jährigen Jugendlichen sind Nichtraucher und 12% sind Gewohnheitsraucher - ohne Häufigkeitsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Jugendlichen(4).

In Sachsen, BW und Bayern sind 2005 74 SID-Fälle registriert worden, auf 234.168 Lebendgeburten bedeutet dies 3,16 Fälle pro 10.000 Lebendgeburten. In den 4 Raucherhochburgen NRW, Berlin, MV und Bremen wurden dagegen 127 SID-Fälle auf 200.194 Lebendgeburten erfasst, 6,34/10.000 Lebendgeburten entsprechend (3; 5). Damit sind im Jahr 2005 in den starken Raucherregionen 2,01fach soviele Fälle des plötzlichen Säuglingstodes aufgetreten. Dies entspricht auch den epidemiologischen Erkenntnissen zum plötzlichen Säuglingstod, dass Tabakrauchexposition während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr mit einem erhöhten Risiko einhergeht, am plötzlichen Säuglingstod zu versterben. Aktuelle Untersuchungen gehen davon aus, dass durch den Tabak u.a. auch im Kleinhirn Nerven geschädigt werden, die für die Aufweckreaktionen der Babys zuständig sind. Etwa ein Drittel der plötzlichen Säuglingstodesfälle gehen statistisch auf das Konto der Tabakrauchexposition während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr.


Quellen und Anmerkungen:

(1) www.basys.de/aktuelles/omk.de; Gutachten im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums 2007 auf der Grundlage der OMK-Lissabon-Kriterien des EU-Rates zur Einschätzung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung; OMK=Offene Methode der Koordinierung, Indikatoren für die Medizin. Darin: Ranking der Raucherquote pro Bundesland.

(2) Anderson ME et al.: SIDS and prenatal maternal smoking: rising attributed risk in the Back to Sleep area. BMC Medicine 2005, 3:4, 1-7. (172/598 plötzliche Säuglingstodesfälle unter 488.918 Lebendgeburten in Colorado/USA; 1,9fach erhöhtes SIDS-Risiko bei Tabakrauchexposition; 59% der Tabakrauchexposition mütterlich, d.h. auch Passivrauchen spielte eine bedeutsame Rolle im Zusammenhang mit dem plötzlichen Säuglingstod).

(3) www.gbe-bund.de (R95), Normierung für Vergleiche zwischen den Bundesländern auf mindestens 100.000 Lebendgeburten erforderlich. Zusammenfassung der 3 führenden Länder mit insgesamt 234.168 Lebendgeburten und der 4 schwächsten Bundesländer mit den meisten Rauchern mit insgesamt 200.194 Lebendgeburten (3 BL < 100.000 Lebendgeburten).

(4) www.bzga.de Repräsentativbefragung 2007.

(5) www.destatis.de (Lebendgeburten in Deutschland und in den Bundesländern)

Prof. Dr. med. habil. Ekkehart Paditz, Babyhilfe Deutschland e.V., www.babyschlaf.de, www.babyhilfe-deutschland.de


 

 
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