"Gesunder Babyschlaf - Prävention des plötzlichen Säuglingstodes in Deutschland" 2. bundesweite Experten- und Fortbildungstagung in Dresden, 04.- 06.02.2005
Sie können sich im Tagungsband über den Inhalt der Vorträge informieren.
Prävention und sicherer Babyschlaf
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
zwischen 1980 und 2001 sind in Deutschland 18.265 Babies am plötzlichen Säuglingstod gestorben. Im Jahre 2001 waren es 429. Damit stellt der plötzliche Säuglingstod jenseits der Neugeborenenperiode in Deutschland während der gesamten Kindheit mit Abstand die häufigste Todesursache dar. Zum Vergleich: an Krebs und dessen Komplikationen sterben bis zum 15. Lebensjahr ca. 280 Kinder und Jugendliche pro Jahr, Schul- und Wegeunfälle forderten im Jahre 2002 bis zum 15. Lebensjahr 120 Todesopfer.
Prävention ist ein klassisches Anliegen von Kinderärzten, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Behörden, von Selbsthilfegruppen und Vereinen. Im Falle des plötzlichen Säuglingstodes besteht die große Chance, die Häufigkeit um 80-90% zu vermindern, wenn wir es gemeinsam schaffen, nahezu alle Schwangeren, Eltern, Großeltern, Babysitter und alle Personen, die Säuglinge zu Hause, in Kliniken oder in öffentlichen Einrichtungen zum Schlafen legen oder auf die Vorstellungen über das Pflegeverhalten Einfluss nehmen, rechtzeitig mit den aktuellen und wissenschaftlich durch zahlreiche Fall-Kontroll- und Interventionsstudien gesicherten Kenntnissen auszustatten.
Auf Grund des grossen Erfolges und der überwältigenden Resonanz auf die 1. bundesweite Experten- und Fortbildungstagung „Prävention des Plötzlichen Säuglingstodes in Deutschland“ im Januar 2004 in Dresden haben wir uns entschlossen, Sie wiederum zu dieser Veranstaltung einzuladen. Bewährt haben sich die praxisbezogenen Übersichtsvorträge führender Experten aus Deutschland und dieser Tagung aus der Schweiz auf der Grundlage aktueller Studien sowie das interdisziplinäre Kommunikationsforum, das die Tagung für alle Fragen bietet. Neu sind die Workshops zu 7 verschiedenen praxisrelevanten Themen, die innerhalb der Tagung nochmals aufgegriffen und diskutiert werden. Hinzu kommt die Posterausstellung mit neuen wissenschaftlichen Ergebnissen und Projekten sowie mit Berichten aus den Bundesländern, Vereinen und Selbsthilfegruppen inkl. der Führung durch diese Ausstellung in kleinen Gruppen durch ausgewiesene Experten.
Wir hoffen sehr, dass die Kinderglocke der Dresdner Frauenkirche, zahlreicher anderer Kirchen und ähnlicher Stätten in Deutschland auch durch Ihr Kommen und durch Ihr Engagement in Sachen Prävention des Plötzlichen Säuglinstodes zunehmend weniger auf Grund von traurigen Anlässen geläutet werden muss. Ganz in diesem Sinne freuen wir uns auf Ihr Kommen. Wir laden Sie herzlich nach Dresden ein und sind uns sicher, dass Sie diese Reise in guter Erinnerung behalten werden und zahlreiche konkrete praktische Anregungen mit nach Hause nehmen werden.
Mit freundlichen kollegialen Grüssen
Prof. Dr. med. Ekkehart Paditz
Vorsitzender Babyhilfe Deutschland e.V.
|
 |