Wozu ist das Hörscreening gut?
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat schon 2004 für ein Hörscreening plädiert, das bei jedem Baby in den ersten beiden Lebenstagen in der Entbindungsklinik durchgeführt werden sollte. Zahlreiche Kinder- und Frauenkliniken haben darauf auf eigene Kosten reagiert, da die Kassen noch nicht mitgezogen haben. Im März 2007 erschien ein weiterer Report offizieller Behörden (DIMDI und Qualitätsinstitut in der Medizin), der die Effektivität dieser Teste bestätigt. Beim schlafenden Baby wird in wenigen Minuten gemessen, ob das Gehör in Ordnung ist oder nicht. 1-3 von 1000 Babys haben Hörstörungen, die zu Sprachentwicklungsstörungen führen. Je eher diese Störungen erkannt werden, umso effektiver kann den Kindern geholfen werden. Ein Baby, das mit einer Hörstörung auf die Welt kommt, hat übrigens schon einiges verpasst, denn das Innenohr ist schon in der 20.-22. Woche voll funktionsfähig. Es ist ausgerechnet worden, dass ein Baby zur Geburt schon 26 Millionen mal den Herzschlag seiner Mutter gehört hat. Insbesondere Vivaldi- und Mozart-Musik scheint ungeborenen Kindern gut zu tun, bei Rockmusik werden Ungeborene unruhig. Es gibt erstaunliche Einzelberichte über Erinnerungen an Melodien und Sprachmuster, die vorgeburtlich aufgenommen und gespeichert wurden. Lärm tut Babys nicht gut. Deshalb ist es gut, dass im Immissionsschutzgesetz für Wohngebiete Grenzwerte von 55db tagsüber und von 40db nachts festgelegt worden sind.
Prof. Dr. med. habil. Ekkehart Paditz
Vorsitzender Babyhilfe Deutschland e.V.
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