Mein Baby hat ein Blutschwämmchen. Muß ich mir Sorgen machen ?
DNN
Guter Rat vom Kinderarzt
Mein Baby hat ein Blutschwämmchen. Muß ich mir Sorgen machen ?
Blutschwämmchen werden auch als Feuermale, Storchenbiss oder in der Fachsprache als „Hämangiom“ bezeichnet. 3-5% aller Säuglinge und Kleinkinder haben Blutschwämmchen. In 90% der Fälle bilden sich diese gutartigen Kapillarwucherungen bis zum 5.-10. Lebensjahr zurück oder wachsen zumindest nicht. Leider kann man aber absolut nicht voraussagen, ob eine Spontanrückbildung eintritt oder nicht. Deshalb sollte jedes Baby mit einem Blutschwämmchen beim Kinderarzt vorgestellt werden. Wenn das Blutschwämmchen auch nur geringgradig größer wird, muss zügig ein spezialisiertes Zentrum einbezogen werden, denn jetzt ist Eile geboten. Gerade in den ersten Lebenswochen kann ein Blutschwämmchen erhebliche Ausmaße erreichen und insbesondere im Bereich der Augenlider, der Lippen, der Nase oder auch im Genitalbereich zu gravierenden Fehlbildungen führen. Im Behandlungszentrum für Hämangiome werden Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, um die Ausdehnung des Blutschwämmchens nach innen genau festzustellen. Manchmal ist auch eine zusätzliche MRT-Untersuchung erforderlich. Danach kann mit der Lasertherapie begonnen werden. Darunter bilden sich die Blutschwämmchen in den meisten Fällen gut zurück. Über weitere Behandlungsmöglichkeiten weiß man in den Zentren gut Bescheid.